3D-Laserscanning Mikroskop

Mit Unterstützung des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) konnte am Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren am 28.8.2015 ein neues Laserscanning Mikroskop in Betrieb genommen werden.

Das 3D-Laser-Scanning-Mikroskop ist ein Lichtmikroskop, bei dem ein fokussierter Laserstrahl ein Präparat abrastert. Dadurch ist es in der Lage berührungslos Profil-, Rauheits- und Schichtdickenmessungen im Mikrometer-Bereich auf fast jedem Material durchzuführen.

Stärken das Messsystems sind:

  • Präzise Messungen dank Laserscanning
  • 3D-Messungen in Farbe
  • Rauheitsmessungen im Nanometerbereich
  • Tiefenscharfe Farbbilder

Dieses Gerätesystem verfügt über eine violetten Laser (λ = 408 nm, Laser-Klasse II) und ermöglicht Messungen mit einer Höhenauflösung in z-Richtung von bis zu 0,5 nm.

Keyence VK-X200

  • Optisches System: Konfokale Lochblende
  • Gesamtvergrößerung: bis zu 28.800 x (Vollbild auf 23 Zoll-Monitur)
  • Erfassbares Bildfeld: 11 - 5400 µm
  • Lasermessgeschwindigkeit: 4- 7900 Hz

Titrationssystem

Viele aktuelle Projekte bzw. Fragestellungen aus der Forschung im Bereich Regenerative Kraftstoffe und deren Wechselwirkung mit dem Motorenschmieröl, wie z. B. Bauteilkorrosion im Ölkreislauf, Test neuer Schmierölkomponenten, Wirksamkeitstests neuer biobasierter Additive, Ursachenklärung/Schadensbeurteilung von Bauteilen im Rahmen von Prüfstandsläufen an unserem Lehrstuhl stützen sich auf exakte Wasserbestimmung in Schmierölen mittels Titration nach Karl-Fischer. Wasser in Schmierstoffen beeinträchtigt die Schmierfilmbildung und ist eine Ursache für Korrosion von Maschinen und Anlagen. Um solche Phänomene untersuchen zu können, ist es erforderlich den Wassergehalt im Schmieröl genau bestimmen zu können. Da Motorenöle praktisch immer Additive enthalten, die mit den Karl-Fischer-Reagenzien Nebenreaktionen eingehen und einen zu hohen Wassergehalt vortäuschen, muss die Methode der indirekten Wasserbestimmung nach Karl-Fischer angewendet werden. Hierbei wird das Wasser zunächst thermisch aus der Probe ausgetrieben, mit einem Gasstrom in die Messzelle überführt und anschließend coulometrisch bestimmt. Auch für die Wasserbestimmung in Rückstandsölen für die Seeschifffahrt ist diese Methode sinnvoll, da diese ebenfalls störende Substanzen wie Schwefelwasserstoff und Mercaptanschwefel enthalten.

Durch die Beschaffung des Titrationssystems für die indirekte Wasserbestimmung nach Karl-Fischer wurden die Kompetenzen des LKV um folgende Bereiche erweitert bzw. gestärkt:

-           Bewertung von Motorenölen im Prüfstandsbetrieb/ Feldversuch bzw. Praxistest (Oilmonitoring)

-           Motoren-/Brennverfahrensentwicklung, Schmierstoffforschung

-           Mechanismen der Ölalterung durch neue Ottokraftstoffe (Alkohol-Blends)

-           Bauteilkorrosion durch Wassereintrag ins Schmieröl

-           Entwicklung neuer nachhaltiger Kraftstoffe für die Seeschifffahrt (Wasserbestimmung in Rückstandskraftstoffen und deren Blends)

 

Das Titrationssystem wurde gefördert durch das Land Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Förderperiode 2018-2019.

Elektrodampferzeuger

Mit Unterstützung des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) konnte am Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren am 29.3.2018 ein neuer Elektrodampferzeuger in Betrieb genommen werden.

Zur Vorwärmung von alternativen Kraftstoffen für Versuche in Großmotoren kommt der Elektrodampferzeuger zum Einsatz. Der Lehrstuhl LKV nutzt den Elektrodampferzeuger, um umfassende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Großmotoren, insbesondere für die Schifffahrt, durchführen zu können die den Einsatz hochviskose Brennstoffe umfasst.

Folgende technische Kenndaten hat der Dampferzeuger:

Beheizung: elektrisch
Dampfleistung: 97 kg/h
Wärmeleistung: 72 kW
Betriebsdruck: 6 bar

 

Dieses Gerätesystem wird für folgende Projekte genutzt:

  • Modellierung von Emission und Brennstoffverbrauch beim Manövrieren von Schiffen, MEmBran„
  • ηup – etaup - Steigerung des Gesamtnutzungsgrades und Reduzierung der Reibverluste am mittelschnelllaufenden Schiffsmotor
  • Mehrfacheinspritzstrategien zur Optimierung von Gemischbildung und Verbrennung bei Großdieselmotoren zur Darstellung niedrigster CO2- und Schadstoffemissionen unter Einsatz maritimer Brennstoffe
  • Messung von Partikel und Ruß im Rahmen des UBA-Projektes „Analyse und Weiterentwicklung von Klimaschutzmaßnahmen im Seeverkehr unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen auf internationaler und europäischer Ebene"